Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Was kann man tun, wenn Frauen Probleme bei der Arbeitssuche haben? Das frauenberufszentrum*wien von abz*austria hilft mit kompetenter Beratung und Begleitung im Bewerbungsprozess. Die Frauen finden hier einen Safe Space, um über Schwierigkeiten und neue Möglichkeiten zu sprechen.

Geraldine Smetazko hat Skandinavistik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nun ist sie seit über einem Jahr auf Arbeitssuche. Die Anfang 30-Jährige hat während dem Studium, wie auch danach in ihrem Berufsfeld gearbeitet. "Irgendwann war es dann ständig Projektarbeit und ich war nur ein halbes Jahr irgendwo angestellt.", erzählt sie. Von ihrer Beraterin beim AMS Wien wurde ihr das frauenberufszentrum*wien (fbz) von abz*austria empfohlen. Geraldine Smetazko eröffnete die Beratung neue Horizonte. "Man erfährt einen Selbstbewusstseinsboost", sagt sie, "ich fühle mich wertvoller als Mensch, auch wenn ich nicht erwerbstätig bin und diese innere Einstellung trägt man nach außen in Vorstellungsgespräche."

Einzelcoaching, Workshops und Weiterbildungen

Hindernisse bei der Jobsuche können vielfältig sein. "Das fbz*wien steht Frauen jeden Alters, Bildungsgrad oder Herkunft, die beim AMS vorgemerkt sind, mit individueller Betreuung und Karriereplanung zur Verfügung. Egal, ob es dabei um berufliche Neuorientierung, Wiedereinstieg in den Beruf oder individuelle Bildungsberatung geht", erzählt die Leiterin des fbz*wien, Silvia Flörl, "wir helfen dabei Probleme aufzulösen und Vermittlungshindernisse aus dem Weg zu räumen." Das fbz*wien bietet neben Einzelcoaching auch Gruppen-Workshops an, z.B. zu den Themen Bewegung und Gesundheit, Netzwerken und Kommunikation, neuen Technologien und Gesprächsgruppen für Wiedereinsteigerinnen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Im Mittelpunkt der Beratung im fbz*wien steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Bis zu einem Jahr können die Frauen regelmäßig zu Beratungstreffen kommen und mit qualifizierten Beraterinnen in Einzelcoachings über ihre Möglichkeiten sprechen. Neben klassischer Hilfe im Bewerbungsprozess, z.B. wie man mit Vorstellungsgesprächen umgeht, was man in die Bewerbung schreiben soll oder wie man den Lebenslauf richtig formuliert, bietet das fbz*wien auch psychosoziale Begleitung und fungiert als Drehscheibe mit anderen Beratungsstellen. "Es ist schön, dass wir Frauen länger begleiten können. Wir sehen dann, wie sie sich entwickeln und entfalten, bis sie an einem Punkt sind, wo sie sich sehr gut selber helfen können", sagt Silvia Flörl.

Besonders wichtig ist auch der gute Kontakt zu Unternehmen. So können Berufswünsche der Frauen mit dem aktuellen Arbeitsplatzangebot abgeglichen und über betriebliche Rahmenbedingungen informiert werden. Für Unternehmen ist fbz*wien eine wichtige Ansprechpartnerin für die Personalsuche. Mehr als 2000 Frauen finden pro Jahr ihren Weg zu der Beratungsstelle, werden kompetent auf unterschiedliche Berufsfelder vorbereitet und in der Probephase weiterhin begleitet.

Tun, was Freude macht

"Das wichtigste ist, die Frauen in ihrem Selbstwert zu bestärken und ihnen zu helfen sich über ihre beruflichen Wünsche klar zu werden", sagt Beraterin im fbz*wien Gabriele Rauhs-Frey, die auch Geraldine Smetazko bei der Arbeitssuche betreut hat. Geraldine Smetazko hat inzwischen einen neuen Job gefunden, damit kann sie weiterhin ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, und ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten weitergehen. "Man muss zu einer Genussfähigkeit im Leben zurückfinden und sich nicht immer nur fertig machen", sagt Ulrike Rostek, die ebenfalls als Beraterin im fbz*wien tätig ist. Sie rät ihren Kundinnen weiterhin Hobbies nachzugehen, FreundInnen und Gleichgesinnte zu treffen. Das war auch für Geraldine Smetazko eine große Hilfe. "Wenn man sieht, dass es anderen Frauen auch so geht, fühlt man sich nicht mehr so alleine mit seinen Problemen. Ich glaube, das fbz*wien ist für jede, die Job sucht, der richtige Ort", sagt sie.

Weiterführende Informationen zum frauenberufszentrum*wien

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