Vereinbarkeit als Konzept

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Laufzeit: 01.09.2018 - 31.12.2019

Vereinbarkeit ...

Familie, Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen, ist für jede Familie eine Herausforderung. Die Herausforderung wird noch einmal größer in ländlichen Gebieten wie dem Burgenland. Die Hauptlast wird dabei den Frauen zugeschrieben, da sie nach gängigen Rollenbildern als für die Kinderbetreuung zuständig angesehen werden. Das hat weitreichende Konsequenzen für alle Beteiligten: die Frauen, die Familien, die Unternehmen und die Wirtschaftsregion.

Schlagworte dazu sind

  • Employer Branding = Vereinbarkeit als Erfolgsfaktor = Vorsprungfaktor für attraktive ArbeitgeberInnen
  • Zukunftsfaktor Vereinbarkeit für attraktive Standorte - es braucht mehr als nur mehr harte Standortfaktoren, die Unternehmen, aber auch Familien anziehen.
  • BrainDrain – Frauen aus den ländlichen Gebieten wandern in die Städte ab, weil sie ihre Lebenskonzepte sonst nicht umsetzen können. Konsequenz: Unternehmen fehlen qualifizierte Arbeitskräfte, oder sie nutzen nicht alle Potenziale bestehender Arbeitskräfte plus die Kaufkraft wandert aus der Region ab.
  • Teilzeitarbeit ist Frauenarbeit – 49% aller Mütter mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten in Teilzeit, Väter nur zu 6%. Konsequenz: Frauen haben meist kein existenzsicherndes und unabhängiges Einkommen.
  • 2014 erhielt eine burgenländische Pensionistin durchschnittlich 797,01 Euro jeden Monat. Ein burgenländischer Pensionist durfte sich hingegen auf durchschnittlich 1.329,72 Euro freuen. Das bedeutet, dass Frauen im Schnitt um 40 % (sic!) weniger Geld im Alter bekommen als Männer. Die eigene Pension sichert nicht die Existenz.
  • Gender Pay Gap – der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt bei 20% (EU: 16,2%).

... als Konzept, was ist damit gemeint?

Es werden Tools und Strategien (weiter-)entwickelt und gesichtet, die alle Beteiligten dabei unterstützen individuelle und innovative Vereinbarkeitsmodelle umzusetzen - für eine erfolgreiche Zukunft.

Vereinbarkeit als Zukunftsfaktor für Regionen –
Vereinbarkeit als Erfolgsfaktor für Unternehmen!

Für wen?

  • Unternehmen, die Ansätze zur besseren Vereinbarkeit strukturell umsetzen möchten
  • Betroffene Frauen, Männer, und Paare, die an besserer Vereinbarkeit "Beruf – Familie – Privatleben" interessiert sind
  • MultiplikatorInnen, Stakeholder, politische EntscheidungsträgerInnen und KooperationspartnerInnen, die an diesem Prozess beteiligt sein und etwas bewegen wollen

Ziele

  • Bewusstseinsbildung durch Information und Beratung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit
  • Aufwertung der Wirtschaftsregion und Erhöhung der Lebensqualität von Familien
  • Verbesserung der beruflichen Situation von Frauen und Familien
  • Potenziale von Mitarbeitenden besser nutzen (Verbesserung der Abläufe im Unternehmen)
  • Frauen erhalten ihren Qualifikationen entsprechend einen Arbeitsplatz

Wie?

  • Entwicklungswerkstätten und Unternehmensarbeit – gemeinsam umsetzbare Strategien und möglichst breit einsetzbare Tools zur Verbesserung von Vereinbarkeit entwickeln (Beratung und Coachings)
  • Kompetenzwerkstätten und die Arbeit mit Betroffenen – Die Betroffenen werden als MitgestalterInnen angesehen, vorhandenes Wissen und Kompetenzen der Teilnehmenden und deren Wertschätzung sind Basis der Kompetenzwerkstätten (Vorträge und Workshops).
  • Erstgespräche und Informationen
  • Vereinbarkeit als Konzept - Abschlussbroschüre

Besondere Highlights und Ergebnisse

Toolbox: mögliche Ansätze, Strategien und Werkzeuge zur Erleichterung der Vereinbarkeit werden gesammelt und zugänglich gemacht, für Unternehmen, ArbeitnehmerInnen, Familien, Paare und auch für gesellschaftlich relevante Personen oder Institutionen.

Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Burgenland gefördert.

Logo ESF, Land Burgenland