Vereinbarkeit als Konzept

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Projektleitung

Daniela Friedrich

Laufzeit: 01.09.2018 - 30.09.2019
Sinnbild "Vereinbarkeit als Konzept"Sinnbild "Vereinbarkeit als Konzept"

Vereinbarkeit …

Familie, Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen, ist für jede Familie eine Herausforderung. Die Herausforderung wird noch einmal größer in ländlichen Gebieten wie dem Burgenland. Die Hauptlast wird dabei den Frauen zugeschrieben, da sie nach gängigen Rollenbildern als für die Kinderbetreuung zuständig angesehen werden. Das hat weitreichende Konsequenzen für alle Beteiligten: die Frauen, die Familien, die Unternehmen und die Wirtschaftsregion.

Schlagworte dazu sind

  • BrainDrain – Frauen aus den ländlichen Gebieten wandern in die Städte ab, weil sie ihre Lebenskonzepte sonst nicht umsetzen können. Konsequenz: Unternehmen fehlen qualifizierte Arbeitskräfte, oder sie nutzen nicht alle Potenziale bestehender Arbeitskräfte plus die Kaufkraft wandert aus der Region ab.
  • Teilzeitarbeit ist Frauenarbeit – 49% aller Mütter mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten in Teilzeit, Väter nur zu 6%. Konsequenz: Frauen haben meist kein existenzsicherndes und unabhängiges Einkommen.
  • Durchschnittspension – im Burgenland haben ??? % der Frauen Anspruch auf eine Mindestpension und nicht mehr, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.
  • Gender Pay Gap – der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt bei 20% (EU: 16,2%).

… als Konzept, was ist damit gemeint?

Es werden Tools und Strategien (weiter-)entwickelt und gesichtet, die alle Beteiligten dabei unterstützen individuelle und innovative Vereinbarkeitsmodelle umzusetzen.

Vereinbarkeit als Lebenskonzept –
Vereinbarkeit als Unternehmenskonzept!

Für wen?

  • Unternehmen, die Ansätze zur besseren Vereinbarkeit strukturell umsetzen möchten
  • Betroffene Frauen, Männer, und Paare, die an besserer Vereinbarkeit „Beruf – Familie – Privatleben“ interessiert sind
  • MultiplikatorInnen, Stakeholder, politische EntscheidungsträgerInne und KooperationspartnerInnen, die an diesem Prozess beteiligt sein und etwas bewegen wollen

Ziele

  • Bewusstseinsbildung durch Information und Beratung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit
  • Aufwertung der Wirtschaftsregion und Erhöhung der Lebensqualität von Familien
  • Verbesserung der beruflichen Situation von Frauen und Familien
  • Potenziale von Mitarbeitenden besser nutzen
  • Frauen erhalten ihren Qualifikationen entsprechend einen Arbeitsplatz

Wie?

  • Entwicklungswerkstätten und Unternehmensarbeit – gemeinsam umsetzbare Strategien und möglichst breit einsetzbare Tools zur Verbesserung von Vereinbarkeit entwickeln
  • Kompetenzwerkstätten und die Arbeit mit Betroffenen – Die Betroffenen werden als MitgestalterInnen angesehen, vorhandenes Wissen und Kompetenzen der Teilnehmenden und deren Wertschätzung sind Basis der Kompetenzwerkstätten.
  • Broschüre, Blog, Toolbox und andere Möglichkeiten, die Ergebnisse nach außen zu kommunizieren und Bewusstsein zu schaffen.

Besondere Highlights und Ergebnisse

Es wird ein Planspiel entwickelt, in dem die Teilnehmenden durch Simulation von Praxissituationen (neue) Strategien zum Thema Vereinbarkeit testen können und so für sich Lösungen erleben können.

Toolbox: mögliche Ansätze, Strategien und Werkzeuge zur Erleichterung der Vereinbarkeit werden gesammelt und zugänglich gemacht, für Unternehmen, ArbeitnehmerInnen, Familien, Paare und auch für gesellschaftlich relevante Personen oder Institutionen.

Beratung von Paaren: gelebte Vereinbarkeit reflektieren und verbessern ist eine Maßnahme zur Erhöhung der Lebensqualität. Betreuungspflicht ist nicht Frauensache, sondern Familienmanagement.

Präsentation der Ergebnisse durch einen Blog, eine Broschüre und die Nutzung verschiedener Medien